Kleiner Behandlungsleitfaden

Schlechter Schlaf - Was nun?

 

Hinter einer Schlafstörung können sich seelische und/oder körperliche Ursachen verbergen. Zunächst ist es daher wichtig, herausfinden, weshalb der oder die Betroffene unter einer solchen Störung leidet.

Auf unserer Homepage finden Sie bereits viel Wissenwertes rund um die Symptomatik des gestörten Schlafes und seine Ursachen. Doch an dieser Stelle möchten wir Sie gerne an die Hand nehmen, damit Sie möglichst schnell etwas an Ihrer Situation verändern können, um so wieder mehr Lebensqualität zu erreichen.

1. Sprechen Sie Ihren Hausarzt an.

Bei einem gestörten Schlaf lassen sich insgesamt vier Gruppen unterscheiden: InsomnieHypersomnieStörungen des Schlaf-Wach-RhythmusParasomnie

Für die Betroffenen ist es allerdings nicht einfach, sich selbst einer Gruppe zuzuordnen. Daher nutzen Sie Ihren nächsten Termin beim Hausarzt, um das Thema anzusprechen. Üblicherweise wird Ihr Arzt Sie dann zu den genauen Symptomen befragen. So wird er möglicherweise schon eine Einschätzung entwickeln, ob die Störung bei Ihnen eher eine körperliche, eine seelische oder auch eine verhaltensbedingte Ursache hat.


Auf unserer Seite hier bieten wir Ihnen schon vorab zwei Möglichkeiten, Ihre Schlafsqualität zu testen.

Initiates file downloadSelbst-Test zur Schlafqualität von Prof. Zulley (PDF 135 KB)
Initiates file downloadSelbst-Test zur Erassung der individuellen Tagesschläfrigkeit (Epworth Sleepiness Scale, PDF 254 KB)

2. Untersuchung bei Schlafmediziner

Da bei keiner der drei oben gengannten Möglichkeiten ohne eine weitergehende Abklärung eine medikamentöse Therapie anzuraten ist, wird Ihr Hausarzt vorschlagen, dass bei Ihnen eine allgemeine Schlafuntersuchung durchgeführt werden sollte. Hierfür gibt es speziell ausgebildete Mediziner, die die Zusatzbezeichnung Schlafmedizin erworben haben.

Bei einer solchen Unterschung werden mit einem speziellen Messgerät wichtige Parameter des Schlafs wie Atemfluss an Mund und Nase, Schnarchgeräusche, Sauerstoffsättigung, Bewegungen von Brust- und Bauchwand, Schnarchaktivität und Puls während des Nachschlafs gemessen und gespeichert. Dies ist vom Aufwand her mit einem Langzeit-EKG vergleichbar. Die Untersuchung erfolgt über Nacht bei Ihnen zu Hause.

 

 

3. Festlegung therapeutischer Maßnahmen
    (oder gegebenenfalls Untersuchung im Schlaflabor)

Die weitere Therapie richtet sich nach den Ergebnissen dieser Untersuchung. Möglicherweise wird der Schlafmediziner Ihnen raten, einen zahnärztlichen Schlafmedizinier aufzusuchen oder auch einen Hals-Nasen-Ohrenarzt mit schlafmedizinischer Kompetenz aufzusuchen.

Natürlich kann es in Abhängigkeit vom Untersuchungsergebnis auch wichtig sein, weitere und genauere Schlafuntersuchungen durchzuführen. Ist dies der Fall, wird der Patient an ein Schlaflabor verwiesen. Die dort durchzuführenden Untersuchungen sind noch präziser als die Untersuchung im heimischen Bett und machen so eine angepasstere Therapie möglich.
Es ist allerdings wichtig, den Gang ins Schlaflabor für eine sogenannte Polysomnografie nicht mit der beschriebenen Untersuchung zu Hause zu verwechseln.

Es kann auch sein, dass sich durch die Untersuchung gezeigt hat, dass andere Faktoren als körperliche als Ursache Ihrer Schlafstörung zu sehen sind. Auch für diese Fälle gibt es natürlich Fachleute, die Ihnen mit Kompetenz und Erfahrung zur Seite stehen: